erstgewesen // etüden
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Aktion archiv// drucken

Wir hat­ten uns vor Ewigkeiten getrof­fen und saßen dann ebenso lange am Gehsteigrand vor dem Café, bevor wir ein­traten. Man hatte uns auf unseren Zus­tand ange­sprochen.
– Wir bleiben hier.
– Das ist eine gute Idee, lass uns hierbleiben. Eine Tasse Kamil­len­tee, bitte.
sagte er und es kam einer Liebe­serk­lärung gle­ich.
Also bleiben wir hier. Und wir liebten einan­der, obwohl wir unsere Kör­per ver­ab­scheuten, aber der Geist steht über allem, wie ich ihm beim ersten Anze­ichen von Zweifel erk­lärte, gepaart mit Übelkeit.
Er schwieg lange Zeit, in etwa zwei Tassen Tee oder drei Monate.
– Aktion, brachte sie her­vor, mit­tler­weile hochschwanger.
– Aktion. Ak — tion.
Das ver­stand ich als Auf­forderung und stand auf. Ver­ständlicher­weise fing er an, zu schreien, würde doch das ganze Aus­maß unserer hor­ren­den Kör­per­lichkeit sicht­bar. Also begann ich zu tanzen, da ich sonst nichts kon­nte.
– Wir bleiben hier.
– Ja. Wir ... bleiben ... hier.
Das war uns genug Aktion für den Moment und die Ewigkeit. Wir wür­den bald Vater wer­den, hatte sie uns gesagt, als sie ging. Aber das waren nur Worte.

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Großar­tige Texte Matthias

Vie­len, vie­len Dank!