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Einskommafünfzwei Kilometer

Im Radius von ein­skom­mafün­fzwei Kilo­me­ter kein Kaf­fee­haus, sagt das Gerät.

Keines offen, keines da. Absolute Kaf­fee­hausleere. Nie­mand kann so leben, geschweige denn existieren. Nur Bussta­tion auf Bussta­tion samt ver­wahrlosten Fahrplä­nen. Und das gele­gentliche Alter­sheim. Und selbst da sind heute die Lichter aus.

Wir wan­dern trotz­dem durch, gut vor­bere­itet. Es gibt kein schlechtes Wet­ter, nur undichte Ther­moskan­nen. Das Ziel: der Schreib­waren­laden um die Ecke am Fuße des Anstiegs, der Tinte wegen. Und um das Papier zu fühlen. Atmo­sphäre kann sie doch, die Stille. Weit­er­schle­ichen, den Hügel hin­auf, zwis­chen Häusern, die wahre Schluchten sind.

Alte Fas­saden, die irgend­wann mal schön gewe­sen sein kon­nten, haben es uns ange­tan, hier bleiben wir ste­hen und blicken zurück in die wiederkehrende Leere. Dann schnell weiter. Wir wollen nicht die sein, die irgend­wann mal da gewe­sen sein kon­nten, im Radius ein­skom­mafün­fzwei Kilo­me­ter. Mor­gen wieder, sagt das Gerät.

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