Stun­den­lang in irgen­deinem Star­bucks gesessen und Wei­h­nacht­skarten geschrieben, bei mod­er­atem Wei­h­nachts­ge­dudel. Ich zeich­nete Schneeflocken zu meinen Wünschen.

Dort am Fen­ster sitzen irische Schaus­pieler und üben ihren Text für eine sehr deutschsprachige Her­bergssuche. Sehr konzen­tri­ert. Ich zeichne weiter sehr konzen­tri­ert asym­metrische Schneeflocken.
Neben jeden Tisch ste­hen min­destens zwei volle Einkauf­s­taschen, die Besitzer ver­raten mit unruhi­gen Trinkbe­we­gun­gen, dass nochmal min­destens ü fol­gen sollen. Ich zeichne leicht zur Seite hän­gende Schneeflocken. Irgend­wann stehe ich auf, ziehe meinen Man­tel an und bringe sie zur Post.

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Frohe Wei­h­nachten!

Um das Labyrinth gear­beitet,
Mauern gestärkt (und beschrieben).
Noch keinen Ein­gang
gefun­den in die Grauen,
die ich suche
ob der Aus­sicht­slosigkeit
des weiten Freien.

Das Tor
ist weg und es bleibt
mir nur übrig,
ein Neues in Kreide zu malen,
damit es als Diode fungiert
für das Objek­t­sub­jekt;
hinein, nicht hin­aus, nicht hin­aus,
hinein in das leere Labyrinth,
es auszufüllen.