Eines Tages war er weg. Natür­lich hatte er nicht gesagt, dass er bleiben würde, aber nach all den Feiern und Fes­tre­den war er geblieben für den bloßen All­tag, also war er irgend­wie einer von uns gewor­den, allmäh­lich. Oder nicht.

Er hatte es gebracht und alles war schnell gewor­den in uns, um ihn herum. Er war in das Gästez­im­mer des Hauses gezo­gen und hat aus dem Fen­ster auf den Garten geschaut, viele Stun­den. Dann, im Früh­ling hat er unsere Arbeiten im Garten von dort aus kom­men­tiert, aber das war das Unsere, da waren wir die Weit­eren, er kon­nte uns in dieser einen Sache nichts zeigen. Was ihn trau­rig machte, auch wenn er es nie zeigte. Immer hatte er ein stolzes Gesicht her­vorgekehrt, wir waren doch die Seinen gewor­den. Vielle­icht war er deswe­gen gegan­gen. Weil wir etwas wussten, was nicht er uns gegeben hatte. Wer wir nicht nur die Seinen waren, vielleicht.

Wenn die Tage kürzer wur­den, wurde er immer höheren Mutes, da war sein Lachen ein echtes. Beson­ders an den stür­mis­chen Aben­den ging es ihm gut. Wenn wir uns in einem der großen Zim­mern zusam­menset­zen um den Kamin, schien er wieder von sich überzeugt.

Waren diese Stun­den nicht genug? Anfangs waren sie es sicher, aber Zeit macht unempflindlich gegen das Glück. Was irgend­wann ein­mal vielle­icht genug war, reicht später nicht, darum. Und jetzt war er weg, deswe­gen wohl, er hatte sich zu sehr an unsere guten Momente gewöhnt, war immun gewor­den gegen guten Willen. Wir hat­ten keinen Effekt mehr, nicht auf ihn und — der Schnelle, mit der die Reak­tion auf sein Nicht­mehrda­sein in Gle­ichgültigkeit unterg­ing — nicht auf uns. Es war Betrug an uns prome­this­chen Men­schen, dass er nicht mehr da war, soviel war sicher. Aber wer uns bet­rog, dessen waren wir uns nicht mehr klar.

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