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Stück für drei. archiv// Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Zwei Personen gehen eine Straße entlang, eine davon, die kleinere, schlägt mit dem Zeigefinger an die Sprossen des fortlaufenden Zauns.

Die Größere: Könnten Sie das bitte lauter machen?

Die Kleinere: Was soll ich?

Die Größere: Lauter! Das wäre schön. Ihre Schlagstockmusik erleichtert mir meine Gedanken.

Die Kleinere: Ich werde mich bemühen. Aua.

Die Größere: Haben Sie sich verletzt? Das sind meine Gedanken beigott nicht wert. Lassen Sie es lieber.

Die Kleinere: Eine kurze Pause. Für den Finger und den Kopf.

Die Größere: Ja, ruhen Sie Ihr Instrument aus, für den nächsten Akt. Meinen Kopf kann ich aber nicht abstellen, das wäre fatal.

Die Kleinere, zu sich: Aber schön.

Die Größere: Meinen Sie?

Die Kleinere: Wahrscheinlich schöner als mein Fingerlärm. Erzählen Sie mir doch von Ihren Gedanken!

Die Größere: Nein. Das kann ich nicht, wirklich, das geht nicht!

Die Kleinere: Gut, wenn es Ihnen gefällt will ich gleich wieder beginnen.

Die Größere summt zum Rythmus der Kleineren.

Die Kleinere: Klack, klack, klack. … Klack, klack.

Die Größere: Könnten Sie das bitte lassen? Sie regen meine Gedanken an.

Die Kleinere: Oh, ja. In Ordnung.

 

Die Personen gehen weiter. Die Größere ist nun die Kleinere. In ihrem Kopf schlägt der Zaun bereits zurück.

(c) Matthias Kreitner// RSS//
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