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Gedanken über die Worte an der Wand archiv// Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Ich sitze hier an einem Tisch und denke, weil ich nichts Besseres zu tun habe. An der Wand vor mir, gegen die ich starre, quasi in einem Wettbewerb, den ich in meiner Rolle als Mensch verlieren muss, stehen Worte, ja sogar Sätze, manche mit passenden Antwortsätzen.

Jetzt sind die meisten Korrespondenzen in keinstem Fall hochtrabend oder interessant. Trotzdem bleibt mein Blick – und ihm folgen meine Gedanken auf dem Fuße – an ihnen hängen, nicht wegen der Brisanz der Kreativauslässe an dieser Wand, die ja mehr einen Akt des Vandalismus als geistige Wachheit oder Wahrheit darstellen, sondern aufgrund der Tatsache, das selbst das sinnfreiste Wort an der Wand von jemandem dorthin geschrieben wurde.

Wer sind diese Personen, die so einsam sind, dass eine Wand der beste Gesprächspartner ist, den sie finden konnten? Was für eine Unsicherheit steht hinter den Obszönitäten des Alltags, die auf ewig und bis zur unvermeidbaren Renovation in den Putz gekratzt wurden. Revolution? Ja, reich mir den Marker.

 

(c) Matthias Kreitner// RSS//
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