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Einskommafünfzwei Kilometer archiv// Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Im Radius von einskommafünfzwei Kilometer kein Kaffeehaus, sagt das Gerät.

Keines offen, keines da. Absolute Kaffeehausleere. Niemand kann so leben, geschweige denn existieren. Nur Busstation auf Busstation samt verwahrlosten Fahrplänen. Und das gelegentliche Altersheim. Und selbst da sind heute die Lichter aus.

Wir wandern trotzdem durch, gut vorbereitet. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur undichte Thermoskannen. Das Ziel: der Schreibwarenladen um die Ecke am Fuße des Anstiegs, der Tinte wegen. Und um das Papier zu fühlen. Atmosphäre kann sie doch, die Stille. Weiterschleichen, den Hügel hinauf, zwischen Häusern, die wahre Schluchten sind.

Alte Fassaden, die irgendwann mal schön gewesen sein konnten, haben es uns angetan, hier bleiben wir stehen und blicken zurück in die wiederkehrende Leere. Dann schnell weiter. Wir wollen nicht die sein, die irgendwann mal da gewesen sein konnten, im Radius einskommafünfzwei Kilometer. Morgen wieder, sagt das Gerät.

(c) Matthias Kreitner// RSS//
(when in doubt, scroll.)
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[…] Und zuletzt in eigener Sache: Mein lieb­ster Blog­texte 2014 war Ein­skom­mafün­fzwei Kilometer. […]