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Simon Scharinger: Kurzer Gedanke zum Glück archiv// Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Ich frage und zerstreue mich oft, in wie weit sich mein Verständnis und Empfinden von Glück verändert hätte, wären da nicht all die Kultur, all die Geschichten und Erzählungen vom Glück. Wenn man bloß auf die Generationen von Menschen vor einem selbst hört und achtet, die in ihren Erzählungen Glück und Unglück einzementieren in starre Formen und klare Abläufe, wird man immer glücklicher sein wollen, als möglich ist. Ein Mitbringsel dieser uneigenen Welt ist wohl, dass das Glück zwangsläufig das Unglück als Gegenpol mitschleppt. Wenn man glücklich ist, wartet man deshalb oft schon von Anfang an den Schwenk ins Unglück ab. Hat man überhaupt noch eine eigene Wahrnehmung von diesen Dingen, oder ist Glück, was als Glück im Wörterbuch definiert steht? Würde man ohne das Wissen von diesen vorgelebten Glücks- und Unglücksgeschehnissen, eben diese nicht viel unbekümmerter hinnehmen können und tatsächlich glücklich (und unglücklich?) sein? Wäre es denn nicht eine Bereicherung, nichts davon zu erfahren?

Dies ist ein Beitrag zur encyclopedia felicis, einer Blogserie, in der Autoren eingeladen werden, Gedanken über das Glück in Form zu bringen.

Simon Scharinger, geboren 1991 in Schärding, studiert in Wien, schreibt und singt nicht nur dort. Lesen kann man ihn unter anderem auf seinem Blog, auseinandersetzungen. Ein weiterer Text zum Glück, Federleicht, erschien im März 2014 ebenhier.

(c) Matthias Kreitner// RSS//
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