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Souterrain archiv// Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

In kleinen Zimmern sitzen und Glühkäfern nachjagen, von denen ich nicht weiß, ob sie der Herbstnacht oder meinen viel zu lange getragenen Kontaktlinsen entsprungen.

In kleinen Zimmern sitzen und augenblicklich jeden Dreh am Thermostat spüren, weil nie zu viel Abstand zwischen mir und dem Heizkörper unter dem schmalen Fenster zur Straße hin liegt.

In kleinen Zimmern sitzen und vom Souterrain aus unangreifbar die Basiskurve anheben, die in den sieben mitgebrachten Büchern aus dem Koffer Fragmente hergegeben hat zur freien Weiter- und persönlichen Selbstentwicklung. Silbern gezogene Horizonte, keinen Meter entfernt von jedem Punkt gewachsen, in den kleinen Zimmern, Linien, die sich als Membranen offenbaren, wenn ich sie in Ruhe beobachte, morgennachts und gerade dann, wenn keine Zeit mehr sich findet.

In kleinen Zimmern sitzen, lauschend dem Kopfhörerpaar, die da im Raum liegen, unter null, eine Monstranz, ein Altar, ein Monitor vielleicht, in dem alle potentiellen Ernstfälle erprobt und entfernt gerendert werden, vielleicht, in kleinen Zellen eines Seins aufgefangen.

In kleinen Zimmern sitzen und abrattern, Text –*

(c) Matthias Kreitner// RSS//
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